Thrombose, das unterschätzte Risiko

Eine Bewertung der Datenlage zeigt, dass in Deutschlands Krankenhäusern jedes Jahr mindestens 40.000 Menschen an den Folgen eines Blutgerinnsels versterben. Im Hinblick auf die Allgemeinbevölkerung bedeutet dies, dass jedes Jahr 160.000 Menschen in Deutschland, mehr als 650.000 Menschen in den 27 Staaten der Europäischen Union und weltweit über 8,5 Millionen Menschen an den Folgen einer Thromboembolie versterben. Damit liegt die Anzahl der Todesfälle aufgrund von Thromboembolie nicht unweit hinter dem weltweiten Killer Nummer Eins, der Hypertonie, welche jedes Jahr etwa 9,4 Millionen Tote fordert.

Unsere Auswertungen zeigen auf, dass die Thromboembolie häufig zum Ende eines Krankheitsverlaufs mit anders lautender Diagnose auftritt und somit nicht ursächlich für das Versterben des Patienten gewertet wird. Allerdings zeigen die Ergebnisse auch, dass bei etwa einem Drittel aller Thromboembolietoten die Thrombose die alleinige Todesursache darstellt, also keine relevanten Vorerkrankungen bestanden haben. Dies bedeutet, dass, unter Anwendung etablierter Prophylaxemaßnahmen, die Bildung einer Thromboembolie beim überwiegenden Teil der Betroffenen hätte verhindert werden können. Besondere Beachtung sollten insbesondere auch jene Thromboseopfer finden, welche ihre Thromboembolie überleben und fortan mit nicht selten schwerwiegenden körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen leben müssen.

Zur strategischen Bekämpfung der Thromboembolie hat Herr Dr. Colin M. Krüger 2012 das Prinzip des TRAMS® (Abkürzung für: Thrombosis Risk Assessment and Management System) entwickelt. Das System basiert auf dem aktuellen Kenntnisstand der Wissenschaft, unter Anderem definiert in der entsprechenden S3-Leitlinie der AWMF von 2009. Bitte klicken Sie auf die unten aufgeführten Linkboxen, um die von EXPLANATIO bereitgestellten Informationen abzurufen.